Alatarisches Reich II

Aus Zwiegelichter
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Das alatarische Großreich, in dem der Glaube an Alatar höchste Priorität genießt, besteht aus mehreren Regionen und Landstrichen, die einstmals als Lehen des Blutadels gegolten haben. Der Blutadel existiert allerdings inzwischen nicht mehr. Die Regionen und Landstriche werden nunmehr durch Schirmherren und Statthalter unterhalten und geführt, ganz so, wie es auch auf Gerimor der Fall ist. Der aktuelle Herrscher und Alka über all dies ist Isidor.

Landschaftlich ist das alatarische Reich in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten mancher Veränderung unterworfen gewesen. Die nachfolgend aufgeführten Gebiete werden manch einem Bewohner des Reiches ein Begriff sein, zum Teil sicher auch deren Geschichte.


Das Alatarische Reich Gerimors

Das Alatarische Reich Gerimors wird vom Alka regiert und ist unterteilt in vier einzelne Landstriche, wovon Alatarien und Wetterau zusätzlich dem Statthalter Rahals unterstellt sind, und die Landstriche Bitterforst und Grünwaid vom Statthalter in Düstersee verwaltet werden. Dazu gehören auch die in den Landstrichen vertretenen Dörfer und Städte. Detailliertere Ausführungen dazu finden sich hier: Alatarisches_Reich


Region Shevanor & Düsterstein

  • Einwohner: ~ 4.500 – 5.000
  • Hauptstadt: Shevon
  • Dörfer: Hafendorf Milered (~ 100-150 Einwohner)
  • Wappen des Landes: Schwarzer Rabe auf rotem Grund
  • Kurzbeschreibung:

Früher einmal war die Insel im Besitz derer von Shevanor. Seit dem Untergang des Blutadels ist die Insel nach wie vor in ihrer Form beständig. Der Krieg im Jahre 250 tränkte die Ebenen um Düsterstein rot. Burg und Grund wurden zerstört ehe Monate nach der Schlacht der Aufbau begann. Riffe und Felsen machen eine Anfahrt des nördlichen Inselteiles unmöglich womit der weite Landweg von der südlichen Anlegestelle in Kauf genommen werden muss. Milered befand sich vom Jahre 250 ab zunächst unter Obhut der ehemaligen Baronin, die seit dem Krieg die gesamte Insel für sich beanspruchte. Seit dem Fall des Blutadels obliegt auch hier die Verwaltung demjenigen, der vom Alka dazu erwählt wurde. Baufällige Hütten haben sich schon einst in eine annehmbare Siedlung verwandelt, die sich seither unter Obhut einer Templerin befindet. Dies hat auch der heutige Verwalter so beibehalten.

Fruchtbare Weiden, dunkle Wälder und tiefe Seen sorgten dafür das Shevanor seine Abgaben in Form von ländlichen Gütern leistet. Mit 65 Bauernhöfen, deren Zahl steigend sind, unter 20 Großbauern scheint sich hieran auch in naher Zukunft nichts zu ändern. Pralle, reife Trauben sorgen für einen vorzüglichen Wein, der weit über den Landstrich hinaus bekannt ist. Shevanorer Rindfleisch ist eines der nennenswerten Nutztiererzeugnisse, das nur zu gerne gegessen wird. Ebenfalls einer Erwähnung würdig ist die Pferdezucht. Vorwiegend werden kräftige, ruhige Tiere gezüchtet, die der Reiterei dienen.

Handelsabkommen, die vor dem Jahre 250 bestanden, haben ihre Gültigkeit verloren, womit der Landstrich Seranyth derzeit der einzige Handelspartner Shevanor's ist. Der Landstrich erhält, seitdem das Handelsabkommen am 2. Eisbruch des Jahres 251 abgeschlossen wurde, wertvolle Erze, Waffen, Rüstungen und Metallwaren, die der Aufrüstung dienen. Im Gegenzug hierfür werden edelste Weine und kräftige Pferde gegeben.

Region Seranyth

  • Einwohner: ~ 7000
  • Hauptstadt: Thyrna
  • Bekannte Städte: Lyval, Dyren, Sinael (Hafenstadt)
  • Bekannte Dörfer: Meran (Bauerndorf), Kurna (Bergarbeiterdorf)
  • Wappen des Landes: Weißer Panther auf schwarzem Grund
  • Kurzbeschreibung:

In Seranyth ist der Handel sehr ausgeprägt, da der Landstrich gerne zur Durchreise genutzt wird. Dies gilt sowohl für allerlei Meister, Gesellen und Lehrlingen der verschiedensten Gewerke, als auch für Krämer, Scharlatane und Spielleute. Aus alter Tradition heraus ist an jedem Sonnentag ist Markttag. Diese Märkte finden inzwischen im steten Wechsel in den verschiedenen größeren Ortschaften des Landstrichs statt. Einst gab es lediglich in der größten Stadt einen Markt, was mit der heutigen Verwaltung allerdings geändert wurde, um auf diesem Wege mehr Handelsmöglichkeiten zu bieten. Auf den Märkten herrscht stets ein reges Kommen und Gehen, ein buntes Treiben, das zur Kurzweil aber auch zum Kauf und Verkauf einlädt. Es werden allerlei Waren vom Schneiderhandwerk bis zu Bauernwaren feilgeboten. Aber auch Dienste werden dort oftmals ausgerufen, sowohl von den Zimmerleuten, als auch den Steinmetzen, oder gar den Heilern und Kräuterweibern. Berühmt unter den Märkten, weit über das eigene Land hinaus, ist der Fischmarkt von Sinael. Das hauptsächliche Handelsgut aus der eigenen Region sind Erzeugnisse aus Bergbau und Schmiede, sowie der Landwirtschaft, aber auch der Fischerei, dank der Hafenstadt Sinael. Der Wohlstand des Landstrichs ist ob des reichhaltigen Handels nicht zu verleugnen und liegt heute in den kundigen Händen des Verwalters, und unter dem strengen Schutz des hiesigen Militärs. Den Menschen ist auch heute noch die Familie von Seranyth ein Begriff. Der Name steht für Fleiß und Tüchtigkeit, sowie für Beständigkeit. Noch immer wird er hier und da mit Stolz ausgesprochen, manches Mal gar mit Ehrfurcht unterlegt.

Aus der Gesellschaft des Landstriches stechen heutzutage vor allem Händler, Magier und Kämpfer hervor. Von der Familie von Seranyth ist auch heute noch im Volke hier und da bekannt, dass sie sich vor allem durch magische Begabung, sowie im heilerischen Aspekt und im Handwerk auszeichnete. Die Gesellschaft ist geprägt vom Glauben an den All-Einen, gutem Handwerk und guter Landwirtschaft, geführt und geleitet durch Tempel und Verwaltung, geschützt vom Militär.

Region Drakon

  • Einwohner: ~ 1500
  • Hauptstadt: Drakon
  • Bekannte Dörfer: Mooswalden, Schellbruck, Tannheim, Zedernbach
  • Wappen des Landes: Drei Blutstropfen, mittig ein schwarzer Fels, auf grauem Grund
  • Kurzbeschreibung:

In Drakon ist der Handel nur bedingt zuhause. Da die Gesellschaft dort hauptsächlich aus Jägern, Wilderern, Waldläufern oder Schweinebauern besteht, floriert in erster Linie der Pelz- und Lederhandel. Auch die Fischerei in den Seen ist ertragreich.

Drakon, in einem tiefen Tal gelegen, ist von vereinzelten Zedernwäldern umsäumt. Der Nebel legt sich oftmals hier im Tal nieder, dicht und nahezu undurchdringlich. Um das Tal herum liegen riesigen zerklüftete Felsen, die einem liegenden Drachen ähnlich sehen, der Namensgeber des Landstrichs. Auf Grund dieser geographischen Gegebenheit ist es ein guter Platz für all jene, die sich versteckt halten wollen. Nicht selten finden Strauchdiebe und Wegelagerer nach Drakon und erobern sich in der Umgebung ihren Platz, was zu Konkurrenzkämpfen oder gefährlichen Zusammenschlüssen führte. Traditionell wird hierbei dem ehemaligen Blutadel und seinem Vorgehen Tribut gezollt, indem die Gruppierung, die sich ihr Daseinsrecht erkämpft hat, die Kinder des Verlierers an sich bringen.

Die Bewohner dieses Landstrichs, die nicht in einem der vier Dörfer ein Heim gefunden haben, leben in einzelnen Katen, in den Wäldern oder an den Seen, zumeist als Einsiedler oder Eigenbrödler. Meist standen diese Katen oder auch kleinen Gehöfte in kleinen Grüppchen dicht beieinander, um so einen vagen Schutz vor den Wegelagerern zu bieten. Diese Menschen folgten einst dem Baron, nun dem Verwalter mit Ehrfurcht und manches Mal auch einem leichten Hang zum Fanatismus.

Die Verwaltung hat in diesem Gebiet alle Hände voll zu tun, um dem wenigstens soweit Herr zu werden, dass die Dörfer selbst heutzutage als weitgehend sicher gelten können, auch wenn es dort dann und wann trotzdem zu Übergriffen kommt. Templer finden nur selten in den Landstrich, was dem tiefen Glauben an Alatar allerdings keinen Abbruch tut. Die Gebote und Seine Lehren werden hier eher von Eltern zu Kind weitergegeben.

Region Weidenheim

  • Einwohner: ~ 9000
  • Hauptstadt: Martriam
  • Bekannte Städte: Katshinski, Lutosha (Haupthandelspunkt)
  • Bekannte Dörfer: Lulay (Ausbildungsort der Truppen), Werz ( Holzfällerhort)
  • Wappen des Landes: Silbernes Schwert und Buch auf dunkelrotem Grund
  • Kurzbeschreibung:

Weidenheim ist sehr vom Holzhandel aus den heimatlichen Nadelwaldbeständen geprägt. Was in Werz geschlagen wird, wird in Lutosha zu horrenden Preisen umgeschlagen. Erze lässt der Landstrich importieren, hauptsächlich um die Soldaten zu unterhalten, ausbilden und ausstatten zu können. Da Weidenheim über keine Anbindung an ein Meer verfügt, nutzen sie den Fluss Mortus für den Warentransport. Die großen Handelswege Weidenheims wurden gut ausgebaut, sind aber auch stets einem Angriff aus den benachbarten Landstrichen ausgesetzt. Ein Warentransport über diese Wege ist folglich stets mit einem gewissen Risiko behaftet.

Eine Besonderheit bringt Weidenheims Hauptstadt mit, die Bewohner der Region sicherlich kennen oder schon einmal davon gehört haben:Der Tempel des All-Einen, der in der Mitte der Hauptstadt errichtet wurde. Der Vorplatz wird von einer übergroßen Pantherstatue geziert. Sehenswert ist darüber hinaus der hohe Turm Suam Kirus, der aus rotem Gesten gebaut wurde. Er befindet sich in der Ebene Aschenpfahl. Geschichtlich ist das erste Tor an einer der Landesgrenzen erwähnenswert. Es wurde von einem Spross Terrimas Kredskonts (ehemaliger Ritter des All-Einen), aus Totenköpfen der Feinde errichtet. Es ist noch heute das am schwersten bewachte Tor am Grenzwall.

Region Innes-Mhuir

  • Einwohner: ~ 400-500
  • Hauptstadt: Eilean
  • Bekanntere Inseln aus der Inselgruppe: Duthaich und Glasgaoth
  • Wappen des Landes: Goldener Leviathan auf grauem Grund
  • Kurzbeschreibung:

Die Region Innes-Mhuir zeichnet sich dadurch aus, dass es sich hierbei um eine kleine Inselgruppe weit vor der Küste Seranyths handelt, die sich eigenständig verwaltet. Zu dieser Gruppe gehören etwa zehn größere und kleinere Inseln, auf denen sich die gesamte Einwohnerzahl verstreut angesiedelt hat. Der Haupthafen der Region liegt in Eilean. Von dort ist eine Schiffspassage auf das Festland oder andere Orte möglich. Untereinander suchen die Einwohner der Inseln sich schon einmal für den Handel auf, oder da die Verwandschaft sich dort entsprechend verstreut. Jede Insel hat einen Anleger für kleinere Boote, deren Reiserouten natürlich auch mit der Hauptstadt verknüpft sind.

Gehandelt wird hier vorwiegend mit den Erzeugnissen des Meeres, aber auch mit denen von kleinem Nutzvieh, wie Schaf und Huhn. Die Inselgruppe versteht es außerdem, sich einigermaßen selbst zu versorgen, da es nicht immer einfach ist, Handelsware kommen zu lassen, insbesondere während der Herbst- und Winterstürme.