Hexeninsel

Aus Zwiegelichter
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Die Existenz der Hexen ist im allgemeinen unbekannt und wird streng geheimgehalten. Es gibt natürlich die üblichen Schauermärchen und Erzählungen, doch ingame ist kaum jemandem bekannt, wer eine Hexe wäre und wo sie sich aufhalten. So sollte jeder, der von einer "Hexeninsel" hört, es als das auffassen, was normal eher zu erwarten wäre: ein erfundener Name und eigentlich Unfug. Der Name "Sumpfinsel" ist genauso in Gebrauch.

Die Sumpfinsel

Die Sumpfinsel liegt im Süden Gerimors, westlich von Bajard. Eine Holzbrücke verbindet sie mit dem Festland. Der Westen der Insel gilt als sehr schwer zugänglich, das ganze Gebiet ist von Sumpf beherrscht und man sollte im Spiel auf jeden seiner Schritte gut aufpassen. Der Wohnsitz der Hexen im Westen wirkt eher verlassen und ohne Anzeichen darauf, wer hier lebt, ansonsten wäre zu vermuten, daß hier "die Heilerinnen vom See" leben, von denen manchmal die Rede ist.

Hinter der Inselbrücke findet sich eine kleine Holzhütte, von der bekannt ist, daß hier mehrere heilkundige Frauen ihre Dienste anbieten.

Im Osten der Insel steht direkt an der Küste einer der sieben heiligen Schreine Temoras, der der Aufopferung.

Ambientetext

(verfasst von PO Nuria Mondin)

Nur eine kleine, am Geländer mit Grünspan besetzte Holzbrücke führt auf die etwas abgelegene Insel, die sich so recht keiner der großen Mächte auf Gerimor zuordnen lässt. Ihr Grund ist weich und moosig, alter, unberührter Baumbestand beschattet einen großen Teil der fruchtbaren, wilden Wiese linker Hand. Ein stark erdiger Geruch liegt in der Luft. Ganz an der Spitze steht einer der sieben Temoraschreine, der Schrein der Aufopferung. Er ist aus grobem Stein gehauen, das feuchte Klima hat auch ihn mit Flechten und Grün überzogen.

Wendet man sich nach rechts, gelangt der Wanderer an einen großen Sumpf, der fast die ganze Insel auf jener Seite ausfüllt. Oftmals verhüllen dicke Nebelschwaden sein eigentliches Wesen. Die zähe, grünbraune Masse und die fast kahlen Zypressen machen einen geradezu trostlosen Eindruck. Wehe dem, der es wagt, unvorsichtig seinen Fuß in die Brühe zu setzen! Ohne fremde Hilfe fand noch nie jemand wieder aus dem gierigen Schlund des Sumpfes heraus, ob Mensch, ob Tier.

Eine lange Tradition haben auch die menschlichen Bewohner dieser Insel. Geradlinig vor der Brücke steht eine kleine, über und über mit Efeu berankte, unscheinbare Holzhütte. Sie ist der Ort, an dem der wohl älteste und traditionsreichste Zusammenschluss von Heilkundigen seit Jahrhunderten kranken Menschen gleich welcher Gesinnung Genesung, Ruhe und ein offenes Ohr schenken. Die Frauen verstünden sich nicht nur, die Leiden des Körpers zu behandeln, sondern auch jene der Seele.

Der hintere Teil der Insel ist abgetrennt von einer dichten Hecke, genauso überwuchert mit Efeu wie das Holzhaus, welches ihre Mitte bildet. Dort ist die Wohnstatt der heilenden Hände. Nur selten wagt es jemand, den schmalen Grad zwischen Wasser und Sumpf entlangzubalancieren um jenes zu erblicken. Doch selbst der kühnste Entdecker findet hier seine Grenzen: Das, was hinter der Hecke liegt, haben bisher nur die Augen jener Frauen erblickt, die über den Frieden der Insel wachen.