Lameriast

Aus Zwiegelichter
Version vom 19. Dezember 2016, 19:53 Uhr von Monsi (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Geschichte Lameriasts

Die Aufzeichnungen zu der Erzählung wurden in späteren Tagen weitergereicht an die Akademie sowie Ronya und andere Gruppierungen, die an den späteren Ereignissen maßgeblich beteiligt waren, um sie zu vervollständigen. In späteren Jahren würden sie sich in vielen Bibliotheken sowie in den Händen von Barden befinden, um die Aufzeichnungen zu einer Erzählung, Liedern und gedichten zusammenzufassen unter der Begründung, die Geschichte solle nicht vergessen werden.

Aber an manchen Abenden erzählte die Sonyame Ongemae Dux die Geschichte am Feuer und allen, die sie hören wollten. Denn sie stellt das Erbe jener Personen dar, die ihr Leben freiwillig opfern wollten, um so das Leben aller Siedler zu retten. Dennoch hat man es wohl einer Schicksalsfügung zu verdanken, dass die Beteiligten auch danach noch ein Leben führen konnten.

Die Insel

Es war einmal eine Insel Namens Lameriast. Wild war sie, anmutend schön in ihrer Unberührtheit. Die Sänger besingen sie als das grüne Eiland, und das war sie tatsächlich. Sie wurde zur Heimat vieler Gemeinschaften und Völker. Die Tiefländer, welche den Osten der Insel besiedelten und dort ihre neue Heimat fanden, die gar trotzige Burg Eisenwart, siegreich hervorgegangen aus vielen Schlachten, die Gefährtinnen des Waldes, welche sich selbst "Schwestern der Nyame" nennen, tapfere Kriegerfrauen, gelöst von den Ketten männlicher Unterdrückung und die streb- und gelehrsame Akademie zu Schwert und Kunst. Ja - diese Gemeinschaften prägen neben dem Volk der Ureinwohner, welche seit undenklichen Zeiten die Insel bewohnen das Bild. Doch sie sind gar nicht das einzige Lebende, welches die Insel bewohnt. Orks, Harpien, Zweiköpfe, Oger und andere Monster hausen tief in den beiden großen Bergen, dem Feuerberg und dem großen Erdberg. Und diese beiden Berge sind es, die das Schicksal Lameriasts im Eigentlichen bestimmen. Als die ersten Siedler der neuen lamerischen Gemeinschaften die Insel entdeckten und erkundeten fanden sie viele verlassene Gebiete, Dörfer, Weiler und Gebäude. Die friedfertigen jedoch großmütigen Ureinwohner wussten nicht, wer oder was zuvor dort gehaust hatte, oder sie verschweigen lediglich die Geheimnisse, die tief im Herzen Lameriasts lauern. Doch was vertrieb die ersten Siedler von Lameriast, aus Neuhaven? Welche dunklen Geheimnisse mögen lauern in den tiefen Höhlen jenseits des Tageslichts? Hört mir zu, lauscht. Ich erzähle euch die Geschichte. es ist eine Geschichte von Missverständnissen, Trauer, Tragik, Kampf, Tod und vielen Heldentaten. Es ist eine Geschichte von Aufopferung und Wagemut, auf der Suche nach der letzten Hoffnung. Hört mir zu, denn die Geschichte ist lang, doch muss sie erzählt und niedergeschrieben werden, denn die Geschichte dieser Insel wurde bereits einem Menschenschlag zum Verhängnis, und uns wäre sie beinahe ebenfalls zum tödlichen Verhängnis geworden. Spitzt die Ohren und lauscht, denn jetzt beginnt die Geschichte. Sie beginnt vor über vierzig Jahren...

Der Anfang

Sagte ich vor über vierzig Jahren? Nun ehe wir zur eigentlichen Geschichte kommen müsst ihr die Insel verstehen lernen. Lameriast selbst ist nämlich keine gewöhnliche Insel und die Geheimnisse, die diese Insel umranken sind wesentlich älter, und es gibt vielerlei Geschichten, die das eine sagen oder das andere. Was wir wissen ist, dass es zwei Geistwesen gibt, welche das Herz der Insel darstellen. Man könnte Lameriast als Lebewesen betrachten, und als ich vorhin von den beiden großen Bergen sprach, so solltet ihr genau darauf achten und mit vorsicht solltet ihr die Rätsel behandeln, welche immer noch unbeantwortet sind. Ihr fragt euch was der Erd- und der Feuerberg damit zu tun haben? Vor langer langer Zeit erhob sich Lameriast Kraft von Eluives Lied aus dem Meer. Der Geist, welcher den Feuerberg bewohnt schlät - und er muss schlafen. Er schlief als die Insel sich erhob indem er - oder es - eingeatmet hatte. Doch atmet es aus wird die Insel wieder im Meer versinken, und dies verhindert der Bergherr, welcher den großen Berg im Süden bewohnt. Es gibt Edelsteine in den Tiefen der Höhlen, welche El'amyr'iast genannt werden. Der Bergherr, welcher dort haust besänftigt das schlafende Wesen im Feuerberg mit jenen Steinen. Jeder einzelne von ihnen ist lebenswichtig für das Fortbestehen der Insel. Ihr seht also, das Gleichgewicht dieser Insel muss gewahrt werden, und glaubt mir eines, meine Lieben. Das, was im Berg haust ist zornig und wütend, wenn einer der El'amyr'iast entwendet wird. Woher ich das so genau weiß? Ich habe ihn gesehen.

Der Untergang Lameriasts

Vor über vierzig Jahren nun, lange bevor ich am Leben war, als meine Mutter noch ein kleines Mädchen gewesen sein musste, lebten bereits Siedler auf dieser Insel. Ich kann nicht sagen, ob sie einem Reich zugehörig waren, ob sie ihr eigenes Reich hier gründeten, doch sie hatten ein gutes Leben. Neuhaven im Norden war nur ein Weiler, ihr Zulaufhafen vielleicht, von wo aus sie Handel betrieben, doch sie handelten vermutlich mit Metallen die sie schürften, denn sie waren Schürfer. Sie lebten nicht am Tageslicht, sondern tief unten in den Erdhöhlen des Berges. Die Ruinenstädte zeugen noch heute davon, dass sie eine riesige Stadt errichteten um leichter schürfen zu können, und für eine ganze Weile lebten sie in Saus und Braus. Doch die Gier der Menschen kennen wir ja nur zu gut. Und sie wurde den ersten Siedlern zum Verhängnis. Da nämlich als ein Wahnsinniger beschloss Bäume unter der Erde wachsen zu lassen, um das Leben an der Oberfläche vorzuspielen und gegen die Natur gewirkt hatte. Auch diese Wälder kennen wir heute noch, doch werden sie heute von Untoten bevölkert und lassen ein Durchkommen kaum noch zu. Die Gier der Menschen brachte sie dazu, die El'amyr'iast zu nehmen, die Edelsteine, die für den Bergherren doch so wichtig sind. Und so wurde er zornig. Der Bergherr herrscht über alle Lebewesen die um seine Heimat und in ihr leben - und er rief sie auf dass er die Kurzlebigen vernichten mag. Denn wenn die El'amyr'iast nicht mehr hier sind um den Bergherren zu besänftigen wird auch er in die Tiefen der Meere gerissen. Es muss entsetzlich gewesen sein. Kein Mann, keine Frau und kein Kind sollten verschont werden, und selbst die tapfersten Krieger konnten nichts gegen den Zorn der Insel ausrichten. Sie überrannten die Stadt, und wer nicht floh, starb. An der Oberfläche war es kaum anders - denn nachdem die Siedler unter Tags getötet wurden, waren die Siedler obberhalb an der Reihe. Neuhaven wurde ebenfalls überrannt. Nur wenigen gelang die Flucht von der Insel. Sie gingen ins Exil, und die Wenigsten kehrten je zurück. Vielleicht wurde die Geschichte deshalb nicht weitererzählt. Doch ein Mann, welcher nicht ertrug, soviel Leid und Schmerz zu sehen bot sein Leben an, um das der anderen zu schützen, auf dass sie nicht mehr gejagt und getötet wurden. Der Bergherr war von dessen Aufopferungsgabe beeindruckt und so schenkte er ihm ein Pfand, ein Zeichen, welches Vergütung sein sollte für die Fehler, welche die Menschen in ihrer Gier machten. Er wurde zum Pfandhüter, doch dürfe er die Insel nicht mehr verlassen und nicht vergessen machen, wofür er so viel geopfert hatte, um die Bewohner Lameriasts, sowie die Insel selbst zu schützen. Doch die Jahre vergingen - und die Geschichte wurde vergessen.

Neuentdeckung

Niemand weiß wann Lameriast wiederentdeckt wurde, doch habe auch ich nur davon gehört, dass Neuhaven verlassen und von Riesenratten bewohnt war. Die tapferen Krieger, welche Neuhaven betraten vertrieben die Plage aus diesem scheinbar von den Göttern verlassenen Gebiet. Doch begegneten sie auch den Ureinwohnern, friedliche und scheue Bewohner der Insel, welche allerdings durchaus kriegerisch waren und gegen fremde Angreifer vorgingen. Sie waren von der Insel geduldet, vermutlich selbst durch einen Pakt der vor langer langer Zeit geschlossen wurde, denn auch in späteren Jahren hörte man zumindest nichts darüber, dass sie in irgendeiner Weise angegriffen wurden. Die Menschen entdeckten Lameriast also wieder, und Gruppierungen und Völker suchten das wilde Eiland. Den Tiefländern wurde es, so wie ich es mitbekam, von den Geistwesen gezeigt, welche sie huldigen und welche ihnen den Weg weisen, vertrieben aus ihrer alten Heimat, gezeichnet von Tod und Leid. Doch die Völker auf Lameriast waren noch jung, als ich dort ankam. und ich liebte die wilde Fremde dieser Insel von Anfang an. Auch wenn es zu Konflikten kam, Lameriast selbst war es wert, doch ahnten wir noch nicht, welche Gefahren damals dort lauerten, welche Vergangenheit diese Insel hatte... Wir konnten nur rätseln. Doch die Geschichte lehrt uns, dass nichts ewig ruht - und so musste es eines Tages passieren, dass uns die Rüätsel der Vergangenheit einholen. Und so ist es dann auch geschehen...

vom drohenden Untergang und den Pfandhütern

Während einer Expedition in die heißen Tiefen des Feuerberges, welche die Albträume jedes Gärtners oder Druiden darstellen mögen wurde dem Berg etwas von der Bruderschaft der Streiter Temoras entwendet. Es ist Lebenselexier, welches gar nie mehr zurückgegeben werden kann - doch ist es kein Blut, es ist das was den Augen und Haaren Farbe gibt. Ein Frevel welcher den schlafenden Berg hätte wecken können. Der Herr des Berges war erzürnt deshalb. Wann immer dies geschah wissen wir nicht, doch er hat die macht den Kreaturen im Berg Leben einzuhauchen, ihnen Verstand zu geben. Eines Tages nun fiel uns auf, dass die Orks im Fort offenbar rüsten, zu einem Angriff vielleicht, doch geschah dies zunächst in aler Heimlichkeit und wir konnten es nur ahnen, doch eines Tages hörte man aus dem Berg die Laute, welche ein Ork macht und sie öffneten alte Stollen wieder, welche nun als Aussichtsposten dienten und herhalten mussten. Sie begannen zunächst mit Angriffen auf Sturmwipfel, der Festung der Schwestern Nyames - und so begann der Krieg, welchen man Anfangs nur für einen Rachefeldzug der Orks hielt. Er war jedoch ernst genug zu nehmen um zu ahnen, dass hier noch weit mehr auf die Insel zukommen könnten. Wie konnten wir ahnen, welch Geheimnis noch dahinterstecken würde - welche Gefahren noch auf uns zukommen würden. Denn der Sohn des Pfndhüters war nicht auf Lameriast. Und das erzürnte den Herrn des Berges erst recht

Während einer Erkundung der gegenwärtigen Sachlagen erreichten meine Schwester Xinthra die Taverne im Süden der Insel. Dort haußte ein Mann, der einst Lineberg genannt wurde mit seiner Schankmaid Heyde. Sie lebten im Exil und kannten zumindest Teile der Geschichten um Lameriast. Sie waren Kinder der wohl wenigen Überlebenden nach der großen Katastrophe um Lameriast. . Sie brachten uns auf Orberts Spuren. Orbert wurde der Sohn des Pfandhüters genannt. Er trug einst jenes Pfand welches nun Thoran Wynther trägt. Und ihn sollten wir suchen. Er war die Hoffnung die wir suchten, um die Insel vor Unheil zu bewahren. Die Suche begann, als uns die Botin des Inselherren begegnete, eine türkise Steinharpye, welche das bevorstehende Ende der Insel ankündigte. So erfuhren wir von den El'amyr'iast, doch jenes wurde bereits erwähnt. Wir wussten nun, welch Gefahr die Insel bedrohte - oder vielmehr die Bewohner der Insel. Besorgnis machte sich breit. Angst und Sorge, denn das Schicksal aller, die auf Lameriast lebten hing nun davon ab. Wir ahnten nicht dass es noch schlimmer kam, denn von da an stand die Festung Sturmwipfel täglich unter Beschuss. Doch Freunde eilten herbei, die einst Feinde waren und Verbü+ndete wurden zu Feiglingen oder Feinden. Es war Wandel in der Luft zu spüren. Von außerhalb eilten die Waldhüter herbei, die Clans der Tiefländer kämpften nun Seite an Seite mit den wackeren Kriegern der Akademie und den stolzen Schwestern Nyames gegen die sich häufenden Ungetümer. Die Geheimnisse um Lameriast wurden enthüllt - und alle wussten, dass es nicht einfach eine Feuerprobe war, welche die Bewohner zu bestehen hatten. Es war bedeutend mehr, es war die Entscheidung. Die Tage vergingen, doch von Orbert fehlte jede Spur. Der Feigling, wie er häufig genannt wurde war nicht gekommen. Doch der Schicksalstag rückte immer näher - und es kam Schlimmer als man ebenher noch ahnte.

Denn am Tage als das Zeichen zu erblicken war, an welchem wir erkannten, dass Orbert endlich angekommen war rückte die Insel aus und der große Angriff begann. Am ersten Abend, als wir erkannten, dass es kein Durchkommen mehr in den Süden der Insel gab, rückte lediglich die Vorhut aus. Doch auch die war schon schrecklich. Es waren Unmengen an Ogern, Zweiköpfen, Trollen und vor allen Dingen Drachlinge. Am zweiten Abend jedoch, als eine Armee aufbrach um in den Süden vorzudringen wurde das Lager der Gefährtinnen überrant, es mag eine Schicksalsfügung gewesen sein, dass die meisten kriegerinnen nicht in der Festung Sturmwipfel waren sondern gemeinsam mit den anderen nach Süden aufgebrochen waren. Doch man erkannte bald was los war. Denn es war kein zeichen - es war ein Hilferuf. Lineberg, der Wirt der Taverne war tot, geschlachtet von Orks. Und während der kampf draußen unerbittlich weitertobte kam er - der Kristallene Drache, ein Bote des Bergherren und offenbarte das Ende. Doch war es auch ein Hoffnungsschimmer, denn einige waren bereit ihr Leben zu geben, wie einst schon der ehemalige Pfandhüter - und so hörte der Drache zwei Menschen an. Sie erfuhren dies was ich euch vorhin nannte - nämlich das Geheimnis zwischen Feuer und Erde. Und so wurde der zweite pakt zwischen Sonyame Ongemae Dux Tajara Nair und der Insel geschlossen. Denn ein weiteres Pfand wurde ausgehandelt, ein Waffenstillstand von sieben Tagesläufen, um das Pfand mitsamt des Pfandhüters Orbert zurückzubringen. Doch dies war nur ein Teilsieg. Denn Trauer herrschte an jenem Tag. Die Festung der nun obdachlosen Gefährtinnen des Waldes, welche sich selbst Schwestern nyamens nennen, ist gefallen und niedergebrannt. Nun musste die Insel erneut an einem Strohhalm klammern. Ein vager Hoffnungsschimmer. Und so brachen kurz darauf Thoran Wynther, welcher später der Pfandhüter Lameriasts werden sollte, Sonyame Angemae Dux Aviglia Xinthra und Sonyame Ongemae Dux Tajara Nair auf um Orbert zu finden, und der Insel das grausige Schicksal, welches es schon einmal erleiden musste zu ersparen.

Anm d. Autors - Die Geschichte wird fortgesetzt.